Jahreskongress der Landeszentrale für politische Bildung MV 1.10.2013 in Rostock

1.10.2013 Jahreskongress der Landeszentrale für politische Bildung in Rostock, Thema: "Politikverdrossenheit?! - Herausforderungen und Konsequenzen für die politische Bildung"

 

Anschließend findet ab ca. 17 Uhr die Mitgliederversammlung der DVPB-MV zur Rechenschaftslegung und Neuwahl des Vorstandes im Raum 023 des Gebäudes in der Ulmenstraße statt. Wir hoffen sehr und freuen uns auf eine REGE Teilnahme!

 

 

 

das Programm finden Sie hier:

Am vergangenen Wochenende verstarb Dr. Herbert Knepper, Ehrenvorsitzender der DVPB.


Herbert Knepper war dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in besonderer Weise verbunden. Seinem unermüdlichen Einsatz und seiner sensiblen Beharrlichkeit verdanken wir die Neugründung des Verbandes. Mit seinem großen Erfahrungsschatz war er dem Landesverband immer ein freundlicher Ratgeber. 

In tiefer Dankbarkeit für seine Unterstützung verabschieden wir uns von Herbert Knepper.

Wir trauern um einen unermüdlichen Förderer der Politischen Bildung.


Für den Landesverband der DVPB in Mecklenburg-Vorpommern

Dr. Gudrun Heinrich

4. Jahreskongress zur Politische Bildung in Mecklenburg-Vorpommern am 4.11.2011 in Schwerin

 

Gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern lädt die DVPB 

am Freitag, den 4. November 2011 (10.00-16.30 Uhr) in Schwerin (Goldener

Saal im Neustädtischen Palais, Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern,

Puschkinstraße 19) zum 4. Jahreskongress zur politischen Bildung in

Mecklenburg-Vorpommern ein.

 

Der diesjährige Jahreskongress mit dem Titel "Mehr Bürgerbeteiligung,

mehr Demokratie? - Politische Bildung und Partizipation" verfolgt zwei

Zielrichtungen: Zum einen wird über die bundesweite Debatte zur

Fortentwicklung der repräsentativen Demokratie durch größere

Partizipationsmöglichkeiten der Bürger informiert. Zum anderen sollen

über die Einsatzmöglichkeiten, aber auch  Grenzen von partizipativen

Elementen in der politischen Bildung diskutiert werden. Hierfür konnten

mit Prof. Dr. Hubertus Buchstein (Vortrag: "Mehr Bürgerbeteiligung, mehr

Demokratie?") und Prof. Dr. Andreas Petrik (Vortrag: "Politische

Bildung und Demokratie-Lernen") zwei ausgewiesene Experten als

Referenten gewonnen werden. Am Nachmittag werden dann in vier Workshops

verschiedene partizipative Methoden der politischen Bildung vorgestellt. 


Workshop 1: Besser und anders? Neue partizipative und non-partizipative Formate in der politischen Bildung (Dr. Michael Wehner  LpB Baden-Württemberg, Außenstelle Freiburg)

Workshop 2: Talkshow "Direkte Demokratie" (Kerstin Pohl/Markus Soldner Freie Universität Berlin)

Workshop 3: Kritisch-Phantasievoll-Praktisch. Kreative (Seminar-)Methoden der politischen Bildung (Titus Möllenbeck Akademie für politische und soziale Bildung der Diözese Mainz, Heppenheim)

Workshop 4: Planspiel "Wahlen" Carsten Socke/Marcel Horning Bildungsbus "Demokratie auf Achse" LpB Mecklenburg-Vorpommern

 

Im direkten Anschluss an den Jahreskongress (ab 18.00 Uhr, Goldener

Saal des Neustädtischen Palais) findet die Festveranstaltung "20 Jahre

Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern" mit

anschließendem Empfang statt, zu der auch alle Teilnehmer des

Jahreskongresses herzlich eingeladen sind.

 

Nutzen Sie bitte das folgende Formular, um sich zur Tagung anzumelden. Die Veranstaltung wird als Lehrerfortbildung anerkannt und die Reisekosten werden übernommen.

Workshop für Sozialkundelehrer

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

am: Freitag, 24.06.2011

von:10.00 bis 12.00 Uhr

im: Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock, Ulmenstr. 29, Haus 1, Raum 126

Leitung: Dr. Gudrun Heinrich/Wolfgang Klameth/Susanne Krüger

Im Rahmen des Workshops soll es darum gehen, verschiedene Methoden und Materialien für das Thema Wahlen im Sozialkunde-Unterricht vorzustellen und Möglichkeiten und Chancen des Einsatzes zu diskutieren.

Es werden Materialien und Konzeptionen vorgestellt unter anderem zu den Themen: „Wir wollen auch wählen“ – Wahlrecht ab 16?“; „Bildungspolitische Positionen der Parteien in der Kontroverse“; „Wahl ist nicht gleich Wahl – Kriterien demokratischer Wahlen“. 

Workshop und Tagung sind als Lehrerfortbildung anerkannt.  Der Workshop wird organisiert von der DVPB, der Landeszentrale für politische Bildung und der Arbeitsstelle politische Bildung am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Uni Rostock

Den Teilnehmer/innen wird ein Reader kostenlos zur Verfügung gestellt.

Stellungnahme



 Stellungnahme zum ENTWURF eines Gesetzes über die Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern vom 26.5.2011 durch die Landesvorsitzende des Landesverbandes MV Dr. Gudrun Heinrich (Drucksache 5/4194)

Die Deutsche Vereinigung für Politische Bildung als Interessenverband der schulischen und außerschulischen politischen Bildner hat sich intensiv mit dem Entwurf eines Lehrerbildungsgesetzes für Mecklenburg-Vorpommern befaßt.

Neben der ausdrücklichen Erwähnung der Rolle der Fachverbände in der Weiterbildung (§16), die wir nachdrücklich unterstützen, möchten wir auf einige Aussagen des Gesetzes hinweisen, die aus unserer fachlichen Sicht überarbeitet werden sollten.

 

1. Wir sehen im Gesetz die Bereiche der „Demokratie-Erziehung“ und der „politischen Bildung“ nicht klar genug voneinander differenziert. So wird in §1(2) unter den relevanten Professionsfeldern die Demokratie-Erziehung aufgelistet (die hier im engen Zusammenhang mit der Gesundheits-Erziehung steht, was sich uns inhaltlich nicht erschließt). §5(6) spricht hingegen von politischer Bildung als verpflichtendem Bestandteil der Lehramtsstudiengänge.

 

2. Demokratie-Erziehung ist nicht mit politischer Bildung gleichzusetzen. Sie ist vor allem als Aufgabe der Schule als sozialem Raum sowie als Unterrichtsprinzip aller Unterrichtsfächer zu sehen. Demokratie-Erziehung wird sowohl wissenschaftlich-konzeptionell als auch in der praktischen Umsetzung als pädagogisches Forschungs- und Handlungsfeld verortet. Die Stärkung der Demokratie-Erziehung und die professionelle Vorbereitung der künfigen Lehrerinnen und Lehrer auf dieses Aufgabenfeld unterstützt die DVPB nachdrücklich.

 

3. Politische Bildung hingegen ist die intentionale Auseinandersetzung mit sozialwisssenschaftlichen Themen mit dem Ziel der politischen Urteilsbildung und Mündigkeit. Politische Bildung beschäftigt sich daher mit Demokratie als Gesellschafts- und Herrschaftsform.  Politische Bildung ist im Gegensatz zur Demokratie-Erziehung mit spezifischen Fachinhalten verbunden und ist daher zentraler Bestandteil des Sozialkundeunterrichtes. Die obligatorische Verankerung der politischen Bildung im Lehramsttudium für alle angehenden Lehrerinnen und Lehrer halten wir in dieser Form nicht für sinnvoll.

 

In §5(6) muss daher die Bezeichnung "politische Bildung" durch den Begriff "Demokratie-Erziehung" ersetzt werden.

 

Davon unberüht ist die Verpflichtung jedes Fachlehrers, sich der politischen und gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen, die sich aus den jeweiligen Fachinhalten seines Unterrichtsfaches ergibt. Diese Verantwortung wahrzunehmen ist jedoch nicht im Rahmen eines verpflichtenden Moduls „Politische Bildung“ im Studium zu vermitteln.

 

4. Wir stimmen ausdrücklich der notwendigen Stärkung der politischen Bildung in der Schule zu. Dies ist jedoch nur durch eine klare Strukturierung und Aufwertung des Unterrichtsfaches Sozialkunde zu gewährleisten. Das gekoppelte Fach Geschichte/Politische Bildung in der Oberstufe kann die Grundprinzipien und Kategorien politischer Bildung nur unzureichend abdecken. Dieses Fach sollte in die zu unterscheidenden Fächer Geschichte und politische Bildung getrennt und der Anteil des Faches Sozialkunde in der Oberstufe aufgewertet werden. Ingesamt ist der Zustand, dass das Fach Sozialkunde nicht durchgängig zweistündig angeboten wird, unhaltbar. Um das Ziel der politischen Urteilsbildung als zentraler Kategorie politischer Bildung erreichen zu können, muss das Fach Sozialkunde als durchgängig zweistündiges Unterrichtsfach in der Stundentafel verankert werden. Politische Urteilsbildung kann nur über die Anwendung komplexer Methoden (z.B. Talkshow, Pro-Contra-Debatte etc.) vermittel werden, wofür i.d.R. eine Unterrichtsstunde von 45 min nicht ausreicht.

Bundesmittel für die Politische Bildung

"Der Bundestag hat den Betrag von 37,073 Mio EUR, der im Bundeshaushalt für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) vorgesehen war, nicht erhöht. Im kommenden Jahr stehen deshalb für die Politische Bildung aus diesem Etat insgesamt 1,55 Mio EUR (d.h. ca. 4%) weniger zur Verfügung.

Dann die gute Nachricht für die Träger, die von der bpb Fördermittel erhalten:

Der Haushaltsausschuss hat am Haushaltsentwurf Änderungen vorgenommen und der Bundestag hat dies bestätigt. Die bpb muss in eigenen Sachtiteln mehr einsparen. Die ursprünglich vorgesehene Kürzung der Trägerförderung wird dadurch geringer ausfallen….“

(aus: „Demokratie braucht politische Bildung“, in: bap-newsletter, Ausgabe 1/2011)